Auf Suaheli heißt Stone Town „Mji Mkongwe", zu deutsch die "Steinstadt", sie war früher die Hauptstadt des Sultanats von Sansibar.
Die ersten Gebäude von Stone Town entstanden um 1830, an der Stelle eines damaligen Fischerdorfes. 1840 verlegte der Sultan vom Oman seinen Sitz nach Sansibar. Für seine große Familie und seinen ansehnlichen Harem entstanden etliche Paläste und Häuser, die aus Korallenstein gebaut wurden. Europäische, persische, indische und arabische Einflüsse bestimmten in den Folgejahren die eigenwillige und interessante Architektur von Stone Town.
Heute besteht die Altstadt aus vielen engen Gassen, in denen man sich beim Bummeln durch die kleinen Geschäfte und Boutiquen sehr leicht verlaufen kann. Aber keine Sorge, durch die spezielle Lage der Stadt trifft man früher oder später immer wieder auf die "Hauptstraße", die Stone Town im Halbkreis umrundet.
Sehr interessant ist auch ein Besuch des Marktes, wo es immer sehr lebhaft zugeht und wo Sie lokale Gewürze wie Vanille und Nelken kaufen können.

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Interessierte können ebenfalls das Geburtshaus von Freddy Mercury (geboren 1946 als Farrokh Bulsara) besichtigen sowie das Haus des berüchtigten Sklavenhändlers Tippu Tip, der noch bis 1907, obwohl bereits verboten, Menschenhandel betrieb.
Kurz vor Sonnenuntergang sollten Sie die Forodhani Gärten, gegenüber des alten Forts, besuchen. Beobachten Sie die Jugendlichen, die kühne Sprünge von der Kaimauer ins Meer wagen, Eltern, die mit ihren Kindern herumspazieren und frisch gepressten Zuckerrohr-Saft trinken oder die Köstlichkeiten der verschiedenen Essenstände ausprobieren. 

Die interessantesten Gebäude der Stadt:

  • Beit-al-Ajaib, auch bekannt als "Palast der Wunder", ehemalige Residenz des Sultans, erbaut in den 1880iger Jahren, erstes Gebäude in Sansibar mit Elektrizität, zudem erstes Gebäude in ganz Ostafrika mit einem Lift;
  • Ngome Kongwe, das "Alte Fort", gegenüber des Palastes der Wunder, erbaut im 17. Jahrhundert; im Inneren des Forts findet jährlich das unbedingt empfehlenswerte Musikfestival "Sauti za Busara" statt;
  • die Persischen Bäder Hamamni, die im 19. Jahrhundert für den Sultan Barghash Bin Said gebaut wurden;
  • die anglikanische Kirche, gebaut für den Bischof von Sansibar, hier befand sich der größte Sklavenmarkt von Sansibar; Sklavenkammern und ein Mahnmahl erinnern an diesen unrühmlichen Part der Geschichte;
  • das Haus von David Livingstone, von hier aus brach David Livingstone zu seiner letzten Expedition nach Tansania auf.

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